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Das Hamsterrad dreht sich immer weiter. Mal schneller, mal langsamer. Aber es dreht sich, immer.
Wo bleibt da die Zeit um inne zu halten, um auch mal durch zu schnaufen?
Wenn ich mir die Zeit nehme um inne zu halten, dann fällt auch der Stress ab. Leider tue ich das in unserem stressigen und ab und zu auch recht chaotischen Alltag oft viel zu wenig.
Wir Mamas organisieren, kümmern, trösten, werfen den Haushalt, pflegen soziale Kontakte, spielen, helfen usw. Tagein und tagaus.
Das meine Energiereserven oft am Limit sind macht sich bei mir als erstes daran bemerkbar, dass ich das Gefühl habe, ich werde gar nicht mehr richtig wach. Ich bin ständig müde.
Und mit der Müdigkeit schleicht sich auch das Gefühl der Unzufriedenheit langsam ein.
An diesem Punkt ist es allerhöchste Zeit die Reißleine zu ziehen und mal für ein bisschen „Me-Time“ zu sorgen.
Aber warum lasse ich es doch immer häufig bis dahin kommen?
Ich bin mir sicher, dass es dir auch oft so geht. Wir alle, und damit meine ich nicht nur die Mamas, sollten besser auf uns acht geben.
Damit die Tankanzeige unseres Energiehaushaltes nicht rot aufblinkt, können wir dafür sorgen, unseren Alltag etwas zu „entstressen“.
Ich verrate dir ein paar Tipps von mir, die sich in meinem Alltag bewährt haben. Vielleicht ist ja das ein oder andere für dich dabei, was auch dir helfen kann mit deinen Energiereserven zu haushalten.

1. Sperr dich ins Bad ein!

Ich weiß, es klingt etwas sonderbar, aber ich liebe unsere Badschlösser. Dazu muss ich vielleicht erzählen, dass wir bis vor kurzem unsere Bäder nicht absperren konnten. Wir hatten ursprünglich diese ganz normalen Schlösser mit Schlüssel an den Türen. Eines Tages kam es, wie es kommen musste, wenn man vergißt auch wirklich alles kindersicher zu machen und unsere große Tochter (damals natürlich noch klein) sperrte sich ins Bad ein. Es versteht sich, dass sie damals nicht wieder alleine von innen aufsperren konnte. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Schlüssel verbannt und so konnten wir jetzt die Badtüren nicht mehr verriegeln.
Bestimmt jede Mama kennt es, man will nur kurz auf Toilette gehen und hat noch nicht einmal die Türe komplett geschlossen, da hört man schon ein lautes „Maaaaamaaa“ – mit ganz vielen aaaaas. Teilweise habe ich meine Kinder auch schon verdächtigt, dass sie sich heimlich auf die Lauer legen und genau auf den Moment warten, bis ich mich auf der Türschwelle zum Badezimmer befinde. Weder ein Toilettengang, geschweige denn eine ruhige Dusche oder Badewannenaufenthalt waren mir vergönnt. Solange meine zwei Mädels noch klein waren, konnte ich das auch bis zu einem gewissen Grad verstehen, doch nun sind sie mittlerweile im besten Alter von sechs und acht Jahren und da finde ich doch, dass mir ein Toilettengang völlig alleine zusteht. Meistens kommt auch immer noch ein lang gezogenes „Maaaamaaa“, nur ist es eben hinter der geschlossenen Türe zu hören und allmählich wird es auch seltener. Ich muss gestehen, manchmal, an besonders stressigen Tagen, sperre ich mich auch einfach nur mal so kurz ins Bad ein. Da setzte ich mich dann auf den Badewannenrand und atme einfach nur ein und aus.

2. Besorge dir einen richtig guten Planer!

Ich benutze den tollen Kalender von Klarheit (=Affiliate Link*). Er war zwar etwas teurer, als ein 0815 Kalender, aber er ist jeden Euro wert. Als Mama muss ich soviel Termine im Auge behalten, die Kinder haben Hobbys, es gibt Arzttermine und viele andere Sachen mehr. Da verliert man schnell den Überblick. Dieser Planer ist nicht datumsgebunden, so kann man jederzeit mit ihm beginnen. Außerdem hat der Kalender einen sehr guten Coachingteil, mit dem ich mich selbst reflektieren kann. So fokussiere ich meine Ziele und stelle fest, was meine Prioritäten sind. Dadurch, dass ich diesen Planer täglich in der Hand habe, sehe ich auch täglich meine Ziele und überlege genauer bei der ein oder anderen Sache, ob sie wirklich wichtig ist. Oft sehen wir Mamas ja nur die Dinge, die wir nicht geschafft oder die nicht funktioniert haben. In diesem Planer wird der Fokus auf die positiven dinge gelegt. Hier wird wöchentlich benannt, was gutes passiert ist und was ich erreicht habe. Wenn ich das täglich sehe, bestärkt das mein positives Denken.
Natürlich kannst du auch jeden anderen Planer verwenden. Wichtig ist aber, dass du dich selbst reflektierst und dir Prioritäten setzt. Schreibe dir die Dinge auf, die gut waren, die du erreicht hast und für was du dankbar bist.

3. Ein Hobby nur für dich!

Unsere Kinder haben ihre Hobbys, machen ihren Sport oder spielen ein Instrument. Und was ist mit uns? Am Abend noch aufraffen zum Sport? Ganz ehrlich, das schaffe ich nicht. Hinzukommt, dass der beste Ehemann der Welt oft bis spät abends arbeitet, so dass ich mit den Kids alleine bin. Ich müsste mir hierfür extra einen Babysitter organisieren. Aber es gibt so viele Hobbys, die man auch zu Hause machen kann. Ich habe ja bereits einmal berichtet, dass ich häkle. Such dir etwas, dass dir Spaß macht, wofür du nicht unbedingt das Haus verlassen musst oder irgendetwas organisieren musst. Wichtig ist eigentlich nur, dass es dir Spaß macht und dass du dabei entspannen kannst. Viele Mamas meditieren. Ich selbst habe das auch probiert und bin jedes Mal dabei eingeschlafen. Mein Gedankenkarussell kann beim häkeln, am besten etwas, bei dem man sich auf eine bestimmte Anleitung konzentrieren muss, vollkommen abschalten. Vielleicht liegt dir etwas kreatives oder du bist eher der Typ, der sich Kopfhörer aufsetzen muss und wild abtanzen muss.

4. Einmal die Woche in die Badewanne!

Ich versuche einmal die Woche in die Badewanne zu gehen; jetzt mit verriegelter Badtüre. Dabei begleitet mich fast immer mein Kindle. Es gibt kaum etwas, dass mich so schnell entspannen läßt. Ich mache mir ein schönes Schaumbad, ab und zu zünde ich mir noch Kerzen an und nehme ein Glas Wein mit, manchmal auch Schokolade.
Seit einiger Zeit lese ich auch wieder Zeitschriften, ich meine jetzt keine Zeitschriften über Kinder, sondern über Themen, die mich interessieren. Geh los und stöbere in den riesigen Zeitschriftenregalen, kaufe dir eine, die dich anspricht und dann lese sie in der Badewanne. Das kann gerne auch eine Fachzeitschrift sein. Auch das gibt einem ein gutes Gefühl, denn nur weil wir Mamas sind, wollen unsere Gehirne sich doch auch weiterentwickeln und auch noch ab und zu mit neuem Wissen gefüttert werden.

5. Habe in deiner Handtasche immer ein kleines Nonplusultra!

Das kleine Nonplusultra kann alles mögliche sein. Es kann auch ständig wechseln. Wichtig ist nur, dass du es in deiner Handtasche hast und auch dort läßt. Mein kleines Nonplusultra sind jetzt schon seit geraumer Zeit zwei kleine Neonleuchtstifte, die auch noch duften. Auf diese fahren meine zwei Mädels voll ab. Bestimmt weißt du irgendeine Kleinigkeit, die dein Kind beim Einkaufen haben wollte, du es ihm aber verweigert hast. Besorge es und verwahre es in deiner Handtasche auf. Ich hatte auch schon Leuchtluftballons dabei, leider funktionieren die nach kurzer Zeit nicht mehr.
Ich komme immer wieder in Situationen, wo etwas nicht so glatt läuft wie geplant. Sei es, dass wir in einem Stau stehen oder wir spontan zu einem Arzt fahren müssen, oder oder. Jede Mama weiß jetzt, was passiert, wenn ein Kind sich anfängt zu langweilen, weil man irgendwo warten muss. Das Kind fängt an zu quengeln. Hinzukommt, dass die Nerven bereits schon angespannt sind, da solch eine Situation ja nicht geplant war. Bei geplanten Terminen, bei denen ich von vornherein weiß, dass es länger dauert nehmen meine Kids sowieso etwas zur Beschäftigung mit. Aber bei ungeplanten Zeitfresser-Situationen ist der Stress schon vorprogrammiert. Jetzt ziehe ich diese tollen kleinen Leuchtstifte raus und siehe da, meine Mädels können sich für ihre Verhältnisse sehr lange damit beschäftigen. Ein Zettel schwirrt eh immer irgendwo in den Untiefen meiner Tasche. Klar muss aber sein, dass das kleine Nonplusultra wieder zurück in die Handtasche muss. So bleibt es interessant und funktioniert auch noch beim nächsten Mal. Dank dieses kleinen Nonplusultra vergehen solche Zeitfresser-Situationen viel stressfreier als bisher.

 

Natürlich gönne ich mir auch in meinem Alltag täglich meine Tasse Kaffee in Ruhe und auch Schokolade hilft oft ungemein.
Zusätzlich haben wir auch noch regelmäßig unsere Elternwochenenden, bei denen wir Kraft tanken können, wie ich es in „Zeit als Paar füreinander“ geschrieben habe.

Es würde mich freuen, wenn der ein oder andere Tipp für dich dabei war.

Die liebe Natalia von simplylovelychaos hat zu dem Thema #tudirwasgutes – gemeinsam gegen den Stress- eine Blogparade ins Leben gerufen. Reinschauen lohnt sich. Mittlerweile ist hier schon eine ganz ansehnliche Sammlung von Tipps zusammen gekommen. Wir sollten uns alle gegenseitig etwas mehr helfen, damit es uns Mamas gut geht und wir uns etwas von dem Stress und Druck, der oft auf uns liegt, befreien.

Wie verhinderst du, dass der Stress dir deine Energie raubt?
Hast du noch mehr Tipps?
Nur her damit, auch ich freue mich über jeden Rat von Euch.

Liebe Grüße
Sabine

 

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