Ich weiß gar nicht, wie oft mir schon die Frage gestellt wurde: „Warum hast du einen Mamablog? – davon gibt es doch schon Tausende“.

Deswegen gebe ich dir heute meine Antwort auf diese immer wiederkehrende Frage:

Als Mutter tummelte ich mich schon lange auf Facebook und Co. Manchmal um mir zu einem bestimmten Thema Informationen zu holen, manchmal einfach um zu sehen, wie in anderen Familien so gelebt und geliebt wird.

Nur die eine richtige „Erziehungsmethode“

Doch jedesmal bekam ich ein unzufriedenes Gefühl. Ständig hatte ich den Eindruck, dass jeweils nur die eine richtige Form von „Erziehung“ (da ist es wieder, das böse Wort) akzeptiert und gelebt wurde. Entweder stand „bindungsorientiert“ oder fast schon „autoritär“ an oberster Stelle, oder ein ganz bestimmter anderer „Stil“. Es gab kein dazwischen. 

Kein Blick über den Tellerrand.

Keinen Blog oder keine Website, in der ich erfuhr, dass es vielleicht auch ein „dazwischen“ gibt. In der ich mich bestärkt fühlte, bestimmte Dinge für mich zu testen. Ich höre oder lese gerne Ratschläge. Leider musste ich oft genug die Erfahrung machen, dass alles in der Theorie schön klang, ich selbst aber damit unzufrieden war, weil es sich für mich in der „Praxis“ nicht richtig anfühlte.

Zum Beispiel bei Thema Schlaf meiner Kinder. Hier hatte ich ja vor kurzem meinen Beitrag geschrieben: Wie viel Schlaf bekommt dein Kind?. 

Da ich bei diesem Thema als Mutter selbst sehr verunsichert war, habe ich auch hierzu damals im Netz nach Informationen gesucht und mir den ein oder anderen persönlichen Ratschlag angehört. Aber auch hier hieß es entweder: „du darfst den Schlafrythmus deines Kindes auf keinen Fall beeinflussen“ oder „Lass dein Kind solange schreien bis es einschläft“. Es war für mich ein langer Weg, bis ich akzeptiert hatte, dass mein Kind eben weniger Schlaf benötigt. Einfach aus dem Grund, da mir keiner vermittelte: Jedes Kind ist anders, einzigartig und jedes Kind hat sein eigenes Schlafbedürfnis. Das ist o.k. so wie es ist.

Bei allen Themen hatte ich immer das Gefühl, dass ich nicht darin bestärkt werde, eben einiges einfach zu testen und die „Methode“, die für uns als Familie am besten passt für uns umzusetzen. 

Ich fühlte mich wie weder Fisch noch Fleisch.

Kurzum: ich wurde nie bestärkt einfach auf mein Baugefühl zu vertrauen.

Die Proseccolaune

Als ich erkannte, dass ich keinen Blog oder Website kannte, die andere Mütter bestärkt, auf ihr Bauchgefühl zu hören, vielleicht das Ganze noch mit einer kleinen Prise Humor und dann auch noch eine liebe Freundin von mir zu Besuch kam, mit der ich mich darüber unterhielt, war nach zwei Gläsern Prosecco klar, dann machen wir eben selbst so einen Blog.

Wir können ja trotzdem unsere Erfahrungen teilen, wie wir mit bestimmten Themen umgegangen sind, aber immer im Hinblick darauf, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, der am besten zu ihm selbst passt. 

Mittlerweile gibt es bereits mehrere Mamablogs, die ebenso ein Gefühl vertreten, was ich persönlich ganz toll finde und für mich viel eher der Realität als Familie entspricht.

DIY

Da ich mit meinen zwei Kindern gerne bastele, kam nach und nach das Thema DIY hinzu. Ich hatte diesbezüglich auch eine Umfrage gemacht, da ich mir zunächst unsicher war, ob ihr als meine Leser überhaupt so etwas lesen wollt. In dieser Umfrage wurde ich sehr von euch bestärkt, ab und zu einen DIY Beitrag zu schreiben.

Im Laufe der Zeit hat sich die Freundin aus dem Blog etwas herausgenommen, so dass ich den Blog inzwischen alleine betreibe. Einfach aus dem Grund, da sie selbst sich neuen Herausforderungen gewidmet hat. Dennoch steht sie mir mit Rat und manchmal auch mehr Tat -gerade wenn es um technische Dinge geht- zur Hilfe.

Ich weiß nicht, wohin die Reise mit diesem „Herzensprojekt“ Mumslife führt. Aber eines weiß ich mit Sicherheit, solange ich weiterhin so liebe und nette Kontakte zu meinen Lesern, sprich zu dir, bekomme, mache ich noch ein Weilchen weiter und wir schauen einfach gemeinsam, wohin die Reise geht. 

Solange lasst uns auf unser Bauchgefühl hören, das Leben genießen mit einer großen Prise Humor und Lachen bis die Bauchmuskeln schmerzen.