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Ich habe Dir ja schon öfters erzählt, dass ich eine kleine Leseratte bin. Ohne meinen Kindle könnte  ich mittlerweile nicht mehr leben und es vergeht kaum ein Abend, an dem ich nicht noch vor dem Einschlafen in einem Buch schmökere.

Manchmal lese ich sogar einige Bücher zeitgleich. Dazwischen sind auch immer wieder Fachbücher oder auch der ein oder andere Erziehungsratgeber.

Wahrscheinlich runzelst du jetzt die Stirn und denkst dir: gerade die, die immer daran appelliert, dass wir Eltern in der Beziehung mit unseren Kindern auf unser Bauchgefühl hören und vertrauen sollen.

Ja genau, gerade die.

Ich finde es einfach spannend, was es so für Methoden in Sachen Elternschaft gibt. 

Und ab und zu finde ich auch den ein oder anderen Tipp darunter, den ich dann für mich ausprobiere. Manchmal funktioniert es und eine bestimmte Situation läuft entspannter ab, dann haben wir alle als Familie gewonnen. Wenn nicht, wird es eben wieder verworfen.

Vor einiger Zeit habe ich angefangen das Buch „Wie anstrengende Kinder zu großartigen Erwachsenen werden“ von Dr. Mary Sherry Kurcinka zu lesen.

Zugegeben, ich bin noch nicht sehr weit gekommen, etwa bis zur Hälfte des Buches. Darum kann ich auch nicht sagen, was noch in der übrigen Hälfte kommen wird (dazu fesselt mich gerade ein anderer Roman zu sehr).

Wie beschreibe ich mein Kind?

Ein Thema von Dr. Mary Sherry Kurcinka fand ich aber besonders spannend, so dass ich dir davon erzählen möchte.

Sie erklärt, dass so wie du selbst dein Kind beschreibst, so wird es von der Umwelt auch wahrgenommen und wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiter so entwickeln.

Sofort stellte ich mir folgende Fragen: Ist das wirklich so?

Mit welchen Adjektiven beschreibe ich mein Kind?

Beschreibe ich bestimmte Charaktereigenschaften meines Kindes positiv oder klingen sie in fremden Ohren vielleicht negativ?

Leider kam ich für mich persönlich zu dem Ergebnis, dass ich tatsächlich bestimmte Eigenschaften meines Kindes mit negativen Worten beschreibe. Natürlich gibt es auch viele Momente, da sprudelt mein Herz nur so über vor Liebe und Zuneigung, wenn ich meine Kinder ansehe.

Aber besonders am Abend, wenn der Tag mit meinen zwei Mädels wieder anstrengend war, fällt es mir oft schwer hier noch positive Adjektive zu benutzen. 

Negative Etiketten durch neue positive ersetzen

Also bin ich der Aufforderung der Autorin gefolgt und habe mich in Ruhe hin gesetzt und eine Liste von negativen Adjektiven gemacht, mit denen ich ab und zu meine beiden Kinder beschreibe.

Anschließend habe ich die negativen Etiketten in positive umgewandelt.

So wird aus dickköpfig – zielorientiert/ ausdauernd, aus streitlustig – vertritt seinen Standpunkt und aus weinerlich – ausdrucksstark/emotionsvoll.

Allein durch diese kleine Übung habe ich meine Kinder sofort anders wahrgenommen.

Ich kann dir nur raten, das selbst einmal aus zu probieren.

Nun kam der schwierigere Teil. Immer wenn ich von meinen Kindern erzählte, habe ich aufgepasst, dass ich nur noch die positiven Beschreibungen verwendet habe, egal wie sauer ich gerade war. Auch wenn es ein noch so anstrengender Tag war, erzählte ich meinem Gegenüber, dass meine Kinder heute besonders energiegeladen waren. Anfangs fiel mir das noch etwas schwer und ich musste kurze Zeit überlegen, aber nach einigen Tagen hatte ich mich selbst so an meinen neuen Wortschatz bezüglich meiner Kinder gewöhnt, dass ich nicht mehr nachdenken musste.

Das Umfeld reagiert

Ich mache das nun seit ca. 6 Wochen und tatsächlich hat sich meine eigene Wahrnehmung stark verändert. Es fällt mir deutlich leichter, auch in Stressituationen ihre positiven Eigenschaften zu sehen. 

Aber nicht nur das. Auch die gesamte Umwelt reagiert nun positiver. Wenn ich einer anderen Mama erzähle, dass meine Kinder so anstrengend waren, erzählt diese auch oft von ihren anstrengenden Kindern und man „jammert“ sich mehr oder weniger gegenseitig vor. Wenn ich aber erzähle, dass meine Kinder energiegeladen waren, dann lächelt mein Gegenüber und oft kommt nur die Aussage „diese Energie hätte ich heute auch noch gerne“.

Besonders interessant fand ich es, dass es tatsächlich auch in Bezug auf die Schule und Lehrkräfte funktioniert. 

Wir hatten vor kurzem unsere Lernentwicklungsgespräche in der Schule und ich habe bewusst darauf geachtet, das ich negative Aussagen mit positiven Adjektiven beschreibe. Auch als die Lehrkraft etwas Negatives sagte versuchte ich in der darauffolgenden Kommunikation über diesen Aspekt positive Adjektive zu verwenden.

Als in dem Gespräch die Aussage fiel, dass meine Tochter sich nicht so recht trauen würde, sich oft im Unterricht zu melden, gab ich zur Antwort: sie ist eben ein Mensch, der alles genau durchdenkt und erstmal analysiert. Daraufhin huschte wieder ein Lächeln über das Gesicht meines Gegenübers, denn ein Mensch, der grundsätzlich erstmal nachdenkt klingt ja positiver als ein Mensch der sich nicht traut. 

Natürlich habe ich aber auch gesagt, dass wir daran arbeiten werden.

Mittlerweile habe ich mir sogar angewöhnt, dies nicht nur in Bezug auf meine Kinder zu machen.

Auch in Bezug auf meinen besten Ehemann der Welt oder auf unseren sehr temperamentvollen Hund.

Vielleicht bist du ja jetzt neugierig geworden und möchtest es gerne ausprobieren?

Du wirst positiv erstaunt sein, wie sich in deinem Umfeld die Wahrnehmung ändert.

Übrigens habe ich in dem Buch noch ein weiteres spannendes Thema entdeckt. Darüber erzähle ich dir dann das nächste Mal.

Hier geht es zu dem Buch:

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