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Viel zu Viel

Prinzipiell glaube ich, dass unsere Kinder zu viel von allem haben, zumindest von materiellen Dingen. Meistens wird Ihnen jeder Wunsch in unserer Konsumgesellschaft erfüllt. Wenn nicht von uns Eltern, dann von den Großeltern oder von der lieben Verwandtschaft. Ich nehme da unsere Familie nicht aus.
Auch in unserem Kinderzimmer ist eine Überfülle an Spielsachen vorhanden, und dass, obwohl wir regelmäßig ausmisten.

Weniger ist mehr

Deswegen vertrete ich eigentlich auch die Meinung, dass an Ostern ein Schokoladenhase und ein paar Süßigkeiten ausreichen. Meistens sind das dann auch schon zu viele und man isst dann die Osterhasen bis der Nikolaus kommt und es werden regelmäßig Schokoladenkuchen gebacken, damit die übrig gebliebenen Eier noch verarbeitet werden. Ständig bekommen die Kinder irgendwo noch ein paar Ostereier in die Hand gedrückt, bei der lieben Tante, im Kindergarten oder von der Nachbarin.

Dieses Jahr ist alles anders

Dieses Jahr werden wir aber nicht, wie die Jahre zuvor, Ostern bei uns zu Hause feiern, sondern bei Freunden. Dort gibt es dann nicht nur Süßigkeiten, sondern auch ein größeres Geschenk für die Kinder. Nun kann ich natürlich nicht meinen Kindern kein Geschenk schenken. Denn das ist so, wie ich es bereits in dem Artikel „Weihnachtsmann oder Christkind“ geschrieben habe. Meine Kinder glauben nicht nur fest an das Christkind, sondern sind auch der festen Überzeugung, dass es den Osterhasen gibt. Wenn nun dieser Osterhase ein Geschenk für die anderen Kinder bringt und nicht für sie, würden sie das persönlich auffassen und womöglich meinen, dass sie nicht „brav“ genug waren. Das will ich natürlich auch nicht. Zumal hier die Wahrscheinlichkeit nicht sehr groß ist, dass meine Kinder noch viele Jahre an den Osterhasen glauben.

Was bekommen meine Kinder?

Somit stehe ich nun vor der Herausforderung zu überlegen, was meine Kinder von dem Osterhasen bekommen.
Wie ich eingangs schon erwähnt habe, haben sie bereits viele Spielsachen, zu viele. Wenn ich meine Kinder beobachte, stelle ich fest, dass sie manchmal gar nicht wissen, mit welchem Spielzeug sie spielen wollen, da die Auswahl zu groß ist.
Nun habe ich beschlossen, dass das Geschenk etwas sein muss, mit dem sie sich bewegen müssen, was der Jahreszeit entspricht und es bestenfalls etwas ist, was sie sowieso brauchen (damit meine ich nicht die obligatorischen Socken).
Nach einiger Überlegung fiel mir dann ein, dass meine große Tochter, aktuell im besten Alter von acht Jahren, keine passenden Inlineskates mehr hat. Im letzten Sommer haben ihre ihr bereits etwas an den Zehen gedrückt, womit ich davon ausgehen kann, dass sie dieses Jahr nicht mehr passen. Meine kleine Tochter, im besten Alter von sechs Jahren, benötigt einen Tretroller mit großen Rädern. Nun gut, den würde sie wirklich notwendig erst im September zur Einschulung benötigen, da die Kinder mit dem Roller zum Schulbus rollern. Aber ich bin mir sicher, dass sie sich auch jetzt, zu Ostern schon darüber freut.
Ihr seht, meine Meinung, wenn schon ein richtiges Geschenk zu Ostern, dann wenigstens etwas sinnvolles und nicht nur ein weiteres Spielzeug, dass nach einmal spielen in der Ecke liegt.

Den Kindern Ostern nahe bringen

Die Kinder sollten auch verstehen, warum wir Ostern feiern. Selbst, wenn man nicht ein gläubiger Mensch ist, finde ich, dass es wichtig ist, unseren Kindern die Bräuche und Feste, die wir feiern zu erklären. Wenn man Kindern die Ostergeschichte einmal vorliest, stellt man schnell fest, dass sie ganz gespannt zuhören.
In unserer Familie gehört es ebenso dazu, dass wir uns auf Ostern vorbereiten. Wir bemalen in irgendeiner Art und Weise Ostereier, oder wie dieses Jahr, umwickeln die Ostereier. Wir dekorieren unser Haus, backen ein Osterlamm und wir lesen im Vorfeld viele Ostergeschichten. Hier gibt es eine Unmenge an tollen Kinderbüchern, für jedes Alter. So kommt bei uns schon im Vorfeld eine feierliche Stimmung auf und die Kinder lernen mit der Zeit, dass es um mehr geht, als um die Süßigkeiten oder die Geschenke, die der Osterhase bringt. Obwohl diese natürlich das absolute Highlight am Ostersonntag sind.

Die Suche am Ostersonntag

Auch hier ging es mir die Jahre zuvor darum, dass die Kinder möglichst viel Spaß haben und den auch möglichst lange. Deshalb haben wir bisher immer alle Teile einzeln versteckt, was dazu geführt hat, dass die Kinder auch wirklich sehr lange mit suchen beschäftigt waren. Auch wir haben natürlich mit gesucht, schon allein aus dem Grund, dass nichts vergessen wird. Im Anschluss, wenn alles gefunden wurde und ihre Körbchen voll waren, wurde alles gerecht untereinander aufgeteilt. Das „Teilen üben“ schadet bei meinen zwei Mädels nicht und ich denke, jede Mama von zwei Mädels versteht mich. So hatte keine von beiden das Gefühl im Nachteil zu sein.
Dieses Jahr wird für jedes Kind ein bereits fertiges Nest versteckt und ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die Suche gestaltet. Natürlich muss an jedes Nest der Name befestigt werden, damit auch klar ist, welches Nest für welches Kind ist.

Ein kleiner Tipp von mir:
wenn ihr die Suche auch mit einem fertigen Nest mit Namen darauf macht, denkt daran, dass eure Kinder eure Handschrift nicht erkennen können. Ich werde den Namen entweder von jemand anderen schreiben lassen oder ich drucke ihn am PC aus. Mir ist da noch das Erlebnis mit dem Nikolaus sehr gut in Erinnerung, als meine Große meinte, die Schrift in dem goldenen Buch vom Nikolaus schaue genauso aus, wie die Schrift von der Mama.

Die Spannung steigt

Ich selbst bin schon gespannt, wie dieses Jahr unser Osterfest sein wird, mit anderen Ritualen.
Vielleicht funktioniert es alles super und wir werden es in Zukunft immer so gestalten.
Wie macht ihr das an Ostern? Gibt es nur einen Schokoladeneisen oder gibt es auch ein richtiges Geschenk? Und wenn ja, was bekommen eure Kindern? Wird bei euch alles einzeln versteckt oder ein fertiges Nest?

Warum wir dieses Jahr an Ostern nicht zu Hause sind

Im übrigen ist der Hauptgrund, warum wir dieses Jahr Ostern nicht bei uns zu Hause feiern, mein ganz persönlicher Eigennutz. Die Jahre zuvor fand das Osterfest immer bei uns statt, mit viel Familie und somit auch mit viel Stress für mich. Deswegen haben wir beschlossen, dass wir das Osterfest auch einmal wenigstens etwas mehr genießen möchten und somit dieses Jahr jemand anderes dran ist. So kam die Einladung von lieben Freunden von uns genau richtig. Natürlich werden wir das nicht jedes Jahr machen, aber ich kann es jeder Mama nur raten, es ebenso einmal zu versuchen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes Osterfest, mit wenig Stress und viel Spaß.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir berichtet, wie das Osterfest bei euch so abläuft. Was für Bräuche und Rituale habt ihr an Ostern so?

Liebe Grüße
Eure Sabine